Hans Bausch Mediapreis

SWR prämiert Forschung zur Ethik digitaler Medien

Wie kann die Digitalisierung der Medien ethisch verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert gestaltet werden? Für herausragende Forschung auf Fragen wie diese schreibt der SWR in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen den Hans Bausch Mediapreis 2022 aus.

Gesellschaftliche Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten

Der Preis soll exzellenter Forschung, die die aktuelle Medienentwicklung einordnet und bewertet, zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. Mit Hilfe von Untersuchungen zu Fragen der digitalen Ethik und den Auswirkungen der Digitalisierung der Medien sollen Debatten über den laufenden gesellschaftlichen Wandel und die Verantwortung von Medien angestoßen werden.

Der Hans Bausch Mediapreis des SWR für gesellschaftliche Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten wird verliehen für eine wissenschaftliche Arbeit im deutschsprachigen Raum, die

  • für die Entwicklung auf dem Feld der Digitalen Ethik oder auf dem Feld der Medienethik, der Medienkompetenz im Rahmen gesellschaftlicher Verantwortung oder zum Thema Medien und gesellschaftlicher Wandel von hervorragender Bedeutung erscheint,
  • im Bereich der Medienpublizistik, der Digitalisierung der Medien, der Medienforschung oder Medienpädagogik in herausragender Weise zur Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit Medien in einer breiten Öffentlichkeit beiträgt,
  • in einem den genannten vergleichbaren Themenfeld eine herausragende Bedeutung für die gesellschaftliche Fortentwicklung hat.

Hans Bausch Mediapreis – Einreichung und Jury

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird im Mai 2022 während der Tübinger Medientage verliehen. Ab sofort und bis zum 31. Dezember 2021 können wissenschaftlich fundierte Publikationen, auch Qualifikationsarbeiten, für den Hans Bausch Mediapreis 2022 eingereicht werden. 

Kontakt für Bewerber*innen und weitere Informationen: 

Bewertet werden die Einreichungen von einer Fachjury aus Medienpraxis und -forschung. Sie setzt sich zusammen aus Vertreter*innen des SWR und Expert*innen der Wissenschaft.

  • Professor Kai Gniffke, SWR Intendant sowie Vorsitzender Vorstand und Jury des Hans Bausch Mediapreises des SWR
  • Stefanie Schneider, SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg
  • Thomas Dauser, SWR Direktor Innovationsmanagement und Digitale Transformation
  • Professorin Tanja Thomas, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Transformation der Medienkultur
  • Professorin Martina Thiele, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung
  • Professor Sascha Dickel, Arbeitsbereich Mediensoziologie und Gesellschaftstheorie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

2020 wurde der Medienwissenschaftler Simon Strick für sein Buch „Rechte Gefühle. Affekte und Strategien des digitalen Faschismus“ mit dem Preis ausgezeichnet. Strick untersuchte in seiner Arbeit, mit welchen Strategien rechtes Gedankengut auf der Gefühlsebene verankert wird und welche Rolle digitale Medien dabei spielen.

Matthias Harder
Fachgebiets­leitung Journalistische Kompetenzen und Volontärsausbildung
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